daniel roehe

notizen aus einem neugierigen leben

was tun ohne bildungsplan

Der Lehrplan der Schule für Geistigbehinderte ist schon über zehn Jahre alt und erscheint für mich als „Junglehrer“ tatsächlich unglaublich veraltet. Die aktuellen Hamburger Bildungspläne berücksichtigen Sonderschulen nicht explizit, für alle anderen Schulformen findet man da aber hilfreiche Hinweise. Was also tun ohne Lehrplan der Schule für Geistigbehinderte?
Zunächst bietet es sich an Ableitungen aus den Bildungsplänen für Grund-, Haupt- und Realschulen vorzunehmen. Allgemeinere Hinweise findet man bei den KMK-Empfehlungen. Allerdings sind die für die Verwendung zur Unterrichtsplanung zu allgemein gehalten. Für die Abschlussstufe (auch: Werkstufe) habe ich allerdings eine gute Veröffentlichung bei dem Bundesverband Lebenshilfe e.V. gefunden:

Diese Empfehlung der Lebenshilfe zeigt Parallelen zu den erwähnten Hamburger Bildungsplänen für den Haupt- und Realschulbereich, weist aber für die Beschulung von Menschen mit Behinderung auf viele wichtige didaktische Grundsätze und Weiterentwicklungen hin. Für den Primarbereich fehlt mir allerdings noch entsprechende Literatur.
[UPDATE] Auch im (von unserem Seminar) viel gerühmten Lehrplan aus Bayern finden sich nicht mehr Hinweise. Vielleicht sollte man auch den PISA-Siegern mal die Lebenshilfe-Literatur empfehlen.

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